SPRUCHREIF: VON EWIGEN STUDENTEN UND ANDEREN FAULPELZEN

 

 

Leseprobe:

 

 

 

Vorwort

Faulheit kann eine Lebensphilosophie sein. Es kommt darauf an, wie man über das Nichtstun denkt und was man für eine Einstellung zum Faulenzen hat. Faulheit kann etwas Normales und durchaus positives sein, wenn man die Faulheit als Wert richtig einschätzt. Wenn jemand Leistung gebracht hat und danach zur Couch geht und sich hinlegt, ist das in Ordnung. Wenn er Faulheit an Faulheit anreiht, ist das nicht mehr positiv und auch kein Normalverhalten. Teilweise handelt es sich sogar um Selbstaufgabe. Die Ressourcen, die ein jeder in sich hat, kommen nicht zum Einsatz; und sämtliche Chancen, seine Persönlichkeit zu entwickeln, schmettert der Faule leichtfertig ab.

Leben und Handeln soll zu Ergebnissen und Fortschritt führen. Das ist ein Sinn des Lebens. Das gilt übrigens auch für Langzeit- Studenten.

In diesem Sinne stets eine gute Verrichtung

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„Sie sind

aus den verschiedensten Zeiten

in dieses Buch gekommen;

ihre Worte mögen Dir Verstehen

und Freude bereiten,

dann hast Du glatt gewonnen.

Sie alle schreiben unterschiedlich.

Der eine mal „Hü“, der and’ re mal „Hott“,

doch in einem sind fast alle sich einig:

fang’ an zu schaffen, aber flott!“

Sabine Grimm

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Es war einmal... und so ist es noch heute!

Der Mensch ist wohl doch unergründlich. Und vielleicht werden die wichtigsten Fragen auf ewig unbeantwortet bleiben. Nämlich: Ist der Mensch fähig zum Fortschritt? Ist er bereit zum Wechsel? Kann er seinen Geist nutzen um seine Lebensbedingungen zu sichern? Steigt er kraft seines Geistes immer neue Höhen empor?

Oder bleibt alles wie es ist?

Beim Studium der Zitate und Sinnessprüche aus längst vergangenen Jahrhunderten bis in die Zeit vor Christi Geburt, kam mir der Verdacht: Es bleibt alles wie es war!

Frappierend stellt sich dar, dass die Philosophen von einst erstaunlich moderne Grundsätze dokumentierten. Sie könnten auch heute geschrieben sein.

Denn: Zum Beispiel beschwerte man sich schon vor Christi Geburt über arbeitslustlose Zeitgenossen, die dem Staat auf der Tasche lagen...

(dokumentiert von Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) im Kapitel über die Arbeit in diesem Buch.)

Gleichlautende Beschwerden hört man über zweitausend Jahre später immer noch, woraus wir eindeutig erkennen können:

Die Rotzlöffel sind immer die gleichen...

 

 

 

Sprichwörter...

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„Die Sprichwörter leben in einem ewigen Krieg,

wie alle Regeln, die nicht der Untersuchungsgeist,

sondern die Laune gibt.“

Georg Christoph Lichtenberg

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„Weisheit in kleiner Münze ist,

was Sprichwörter uns geben.“

George Meredith

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„Es ist nicht alles ohne Grund, was umgeht in des

Volkes Mund.“

Aus Dänemark

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„Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz,

der sich auf lange Erfahrung gründet.“

Miguel de Cervantes

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