LeseZeit  
 

 


Liebes Kind,
Du bist so groß,

obwohl so klein Du bist.
Ich halte Dich auf meinem Schoß
und beschütze Dich.
Gefahr für Dich lauert überall,
die Menschen sehen daran vorbei.
Wie schnell bringt Gefahr Dich, Kind, zu Fall;
und Deine Kinderseele bricht entzwei.
 
 
 
 
 
 

 

Du bist ein Wunder, Kind,
von unendlichem Wert.
Als Schatz, wie Kinder es sind,
wirst Du wenig geehrt.
Die Kindheit wird Deine Zukunft prägen.
Wir alle haben sie in unserer Hand.
Liebe und Zuneigung bringen Dir Segen,
Zeit und Worte Dir den Verstand.

© Sabine Grimm



 

Was ist besser
hier in unsrer Welt?
Besser noch als Ruhm und Geld?
Unsre Kinder sind der größte Schatz,
drum gewähret ihnen Platz.
Bereitet ihnen niemals Schmerzen,
habt sie lieb mit Euren
Herzen!

© Sabine Grimm

 



Ich wünsche Dir
 immer ein
lachendes Gesicht,
traurig sein sollst Du
im Leben nicht!

 

Ich wünsch’ Dir Glück
an Deine Seite
und den Engel,
der Dich leite.

© Sabine Grimm

 

 


 

 

„… kleines Kind“
 

Es wird die Liebe
neu geboren
mit jedem kleinen Kind!

So mancher glaubte
sich verloren,

nicht, dass man dadurch gewinnt.

Das Kind,
das ist es, was uns hält,
auch später, wenn wir alt sind!

Und alles,
was uns dann gefällt,
ist,

die Liebe
wieder zu finden
in einem Kind!


© baeredel

 


 

Kindlein
 

Lasst sie darben nicht im Schatten,
lasst sie Sonnenscheinkinder werden

seht, die Blümelein, die matten,
haben keinen … auf der Erden.

Kinder sind wie Blümelein,
zerbrechlich, zart und fein,
achtet auf ihren Sonnenstand
haltet schützend ihre kleine Hand.

 

Bald seht ihr aus den Äuglein scheinen,
Sonne, die wir am Himmel meinen…

© baeredel



 

 

Mein Geschenk

Ich reiche dir
eines der größten Geschenke,
weil ich dich liebe
und an dich denke.

Es ist das Wertvollste
was ich verschenken kann,
drum hüte es
und nimm es an.

Beschädige es niemals,
ich muss appellier’ n;
es ist empfindlich
und schwer zu reparieren.

Mit diesem Geschenk
wirst du dich glücklich fühlen,
es wird dein Seelenleben
rein und sauber spülen.

Es gehört nun dir,
du darfst hinein schauen.
Packe es aus,
es heißt Vertrauen!


© Anja Grän


 

Sicht eines Kindes


Mama sagt, unsere Welt ist nicht
auf Frieden ausgerichtet
und klagt über die Menschheit,
die sich selbst vernichtet.

Teddy und ich haben Angst,
weil wir es nicht verstehen,
weil wir Menschen lieben
und Gutes in ihnen sehen.

Frieden, soweit habe ich verstanden,
ist nicht selbstverständlich
und nicht überall vorhanden.
Das Böse scheint unendlich.

Würde jeder  sein Herz öffnen
und verschenken,
bräuchte niemand um
sein Leben bangen.
Teddy und ich, wir denken,
nur mit Liebe kommen wir
zusammen.


© Anja Grän


 

 


 

 

 

 

 

Die kindliche Phantasie ist ein Glücksfall,

der hoffentlich niemals verloren geht.

 



Zu diesem Bild dachte sich 
ein Kind:
märchenhafte Zeit in der ganzen Welt,

vielfältige Gestalten,

Bezauberndes Feuer, flammende Liebe,

Hungersnot trotz blühender Tulpen

-ein umgestülpter Fressnapf,
oder doch eher ein Hut?

Dornröschenschloss in Japan/China,

Auch Zeltlagerer sehen Rosen.

Ein Geldtaler für alle…

Und „voll Mond“ am Tage…

Die alten Ritter schlafen nie…

 

Wegweiser muss man sehen!

Schlösservielfalt irgendwo…

Ein Prinz sucht seine Prinzessin …

Eine Prinzessin geht für Ihre Liebe durch das Feuer…

 



 

Liebe die Tiere!

Keinem Würmchen tu ein Leid!
Sieh, in seinem schlichten Kleid

hat’s doch Gott im Himmel gern,
sieht so freundlich drauf von fern;

führt es zu dem Grashalm hin,
dass es isst nach seinem Sinn;

zeigt den Tropfen Tau ihm an,
dass es satt sich trinken kann,

gibt ihm Lust und Freudigkeit,
liebes Kind tu ihm kein Leid.

p. z. Schlipköter



 

 

 

Eines Nachts träumte mir, ich sei in einen Laden gegangen. Hinter der Theke stand ein Engel. Ich fragte ihn: „Was verkaufen Sie?“

Der Engel antwortete freundlich: „Alles, was Sie wollen.“

Da begann ich aufzuzählen: „Dann möchte ich Eltern, die sich gern mit ihren Kindern beschäftigen,
die Zeit haben, Geduld, und die sich nicht vor ihren Kindern streiten.
Dann brauche ich noch die Abschaffung jeglicher Gewalt gegen Kinder und mehr Gemeinschaftssinn und Liebe, Liebe ohne Ende…“
Da fiel mir der Engel ins Wort: „Entschuldigen Sie, mein Herr, Sie müssen mich falsch verstanden haben.
Bei mir gibt es keine Früchte, nur Samen!“


Nach einem Artikel in einer Kirchenzeitung



 

 

 

 

 


Die beiden Hände

 

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:

„Du, große Hand, ich brauche dich,
weil ich bei dir geborgen bin.
Ich spüre deine Hand,  
wenn ich wach werde und du bei mir bist,
wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,
wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,
wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,
wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.

Ich bitte dich: bleibe in meiner Nähe und halte mich.“

Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:

„Du, kleine Hand, ich brauche dich,
weil ich von dir ergriffen bin.
Das spüre ich,
weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,
weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann,
weil ich mit dir kleine, wunderbare

Dinge entdecke,
weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe,
weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.

Ich bitte dich: bleibe in meiner Nähe und halte mich.“

Gerhard Kiefel

 

 

Manchmal
Manchmal denke ich nach
und sinne und frage
warum ich da bin -
Ob Ihr wohl wisst,
dass ich Euch anvertraut bin
für einige Jahre,
aber nicht Euer Besitz?
Ihr habt mich nicht so,
wie man sich Dinge anschafft
und dann mit ihnen umgeht,
solange sie einem gefallen.

Euch gehöre ich nur,
soweit Ihr mich Euch vertraut macht
und Verantwortung übernehmt
für mein Leben.

Meine Eltern,
wenn ich älter werde
und anders, als Ihr es gewünscht habt,
wenn Ihr bemerkt,
dass mit mir ein anderes Leben begann,
auch ein fremdes,
das Eurem Leben nicht gleicht –

werdet Ihr meine Freunde,
die mich bejahen, so wie ich bin.

Schenkt mir Liebe,
die annimmt, die vertraut und begleitet,
damit ich sie lerne
und mutig werde zu schenken.

Mein Vater und meine Mutter,
wenn Ihr mich freigebt aus Liebe,
kann ich mich finden
und Euch
und das Leben –

sonst nicht.


Gerhard Kiefel

(mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Kirche Deutschland)