DIE MOLDTKAUS

ERINNERUNGEN AUS OSTPREUSSEN



Es war einmal…
… in Ostpreußen:

In den Jahren 1855 und 1858 wurden dem Paar Johann Moldtkau und seiner Ehefrau Anna Dorothea, geb. Reimer, in Stolzenfeld, Kreis Friedland,
zwei Söhne geboren.

In Schillwen, Kreis Heydekrug, lebte einst das Ehepaar Wilhelm Friedrich Moldtkau und Johanne Wiegratz, verh. Moldtkau. Sie hatten zwölf Kinder: Martha, die Zwillinge Hermann und Meta, Auguste, Lina, Ida, Paul, Otto, Willy, Maria Meta, Helene und Minna.
Wilhelm Moldtkau, der in Amerika, Chicago, den Meistertitel des Schmiedehandwerks erworben hatte, besaß einen Hof in Heydekrug und betrieb Landwirtschaft. Er liebte seine eigene Schmiede und beschlug die Hufe der Pferde aus der Region. Wenn die Menschen Zahnschmerzen hatten, gingen sie zu Meister Moldtkau, der die schmerzenden Zähne mit seiner Zange gezogen hat. Die Kinder besuchten die Schule in Paszieszen. Auch die Post war in Paszieszen und der Weg dorthin war weit. Oft wurden die Pferde angespannt und es ging mit der Kutsche auf Fahrt. Leider haben einige der Moldtkau-Kinder, wie auch viele andere Menschen damals, sowohl den ersten als auch den zweiten Weltkrieg nicht überlebt.

Wie war es Hermann August Moltkau, dem Bruder von Wilhelm Friedrich ergangen?
Er war verschollen und tauchte nie wieder bei seiner Familie in Ostpreußen auf. Durch Recherchen der Tochter Maria Metas seines Bruders Wilhelm offenbarte sich, dass Hermann August in Bremerhaven seine Familie gegründet hatte, deren Nachfahren Maria Metas Enkelin im Jahre 2008 persönlich kennenlernte, so dass die Familie nach vielen Jahrzehnten, in denen die Blutsverwandten sich verloren hatten, endlich wieder zusammengeführt wurde.

Dieses Buch enthält Erinnerungen der Familienabzweige von beiden Brüdern und deren Vorfahren. Gewidmet ist es den nachkommenden Generationen, um ihnen die Tore zur Vergangenheit zu öffnen, damit sie ihre Wurzeln entdecken und mit diesem Wissen ihren eigenen Weg beschreiten und die eigene Zukunft gestalten können.
 
 
DIE MOLDTKAUS – Erinnerungen aus Ostpreußen
Familienchronik
 
     SOWA